Katharina Willkomm

Facebookskandal und Verbraucherschutz

Der aktuelle Skandal um Facebook und Cambridge Analytica bestätigt eindrucksvoll eine Forderung der FDP. Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger Verfügungsgewalt über auf ihre Person bezogene Daten haben. Niemand soll sie gegen deren Willen nutzen können. Jeder muss wissen, wer, wann und warum personenbezogene Daten speichert und darauf zugreift.  

Das Justizministerin Barley jetzt mit Facebook sprechen will, ist grundsätzlich nicht verkehrt. Ich hoffe sehr, dass dabei mehr herumkommt, als ein schöner Fototermin für Frau Barley.

Facebook hat ohne Zweifel Fehler gemacht. Die muss es unbedingt abstellen, wenn es das Vertrauen der Nutzer nicht verlieren will. Der Vorfall ist zugleich ein Weckruf für Verbraucherinnen und Verbraucher. Wer eine Facebook-Seite anlegt, muss sich unbedingt auch um die Einstellungen kümmern. Jeder kann zu einem guten Teil vorgeben, welche Daten von seinem Facebook-Profil abgegriffen werden. Datenschutz ist sehr wichtig. Es ist auch eine Frage der Eigenverantwortung.